
Filmabend + Publikumsdiskussion „Der automobile Mensch“
Der Dokumentarfilm „Der automobile Mensch – Irrwege einer Gesellschaft und mögliche Auswege“ von Stadtplaner und Filmemacher Dr. Reinhard Seiß zeigte auf pointierte, humorvolle und zugleich aufrüttelnde Weise, warum eine echte Verkehrswende oft scheitert.
Der Film macht deutlich, wie Raumplanung, Mobilität und Nahversorgung zusammenhängen. So führt etwa die Ansiedlung von Supermärkten auf der „grünen Wiese“ zu mehr Autoverkehr und schwächt gleichzeitig die Ortskerne.
Wir freuen uns sehr, dass der Filmemacher Dr. Reinhard Seiß im Anschluss an die Vorführung für eine ausführliche Publikumsdiskussion zur Verfügung steht.
Wir ersuchen um Anmeldung unter: anmeldung.tullnerfeld-ost.at
Erstaunliche Fakten aus dem Film:
- 19 Millionen Pkw-Kilometer legen Österreicher täglich allein fürs Einkaufen zurück.
- Rund 50 % der Verkaufsflächen in Österreich befinden sich auf der „grünen Wiese“.
- Österreich verfügt über rund 3 Millionen Supermarktparkplätze – nahezu ein Parkplatz pro Haushalt.
Anhand erfolgreicher Beispiele aus mehreren europäischen Ländern zeigt der Film, dass eine nachhaltige Mobilitäts- und Siedlungsentwicklung möglich ist – wenn die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden.
Local Green Deal - „Wie können wir uns lokal und regional beteiligen – mit und ohne Geld?“ - das war die Leitfrage des Abends, der viel Inspiration gebracht hat.
Gemeinsam mit der in St. Andrä-Wördern wohnenden Expertin Verena Riedler (verenariedler.at) wurden Möglichkeiten aufgezeigt und diskutiert, wie und mit welchen Instrumenten sich Personen an kleineren und größeren Vorhaben in unserer Umgebung, Gemeinde oder Region tatkräftig oder finanziell beteiligen können.
Es war faszinierend, wie viele kreative und tolle Initiativen bereits in unserer Region bestehen! So Berichteten die Bürgermeisterinnen aush Zeiselmauer-Wolfpassing (Regina Blondiau) sowie Tulbing (Anna Haider) über ihre Erfahrungen mit Rabatt-Patenschaften. Weiters wurde an den Thementischen über Energiegemeinschaften, Direktvermarkter sowie weitere tolle Initiativen gesprochen.
- Genauso vielfältig wie die eingebrachten Ideen (Regenwasser-Management, Entsiegelung, Wirtshaus-Rettung, Repair-Café, ...) sind auch die Finanzierungs-/Beteiligungsmöglichkeiten, so zum Beispiel:
- Reward-based Crowdfunding
- Vermögenspool
- Regionalwert-Aktien
- Patenschaften
... um nur ein paar Beispiele zu nennen! Mehr Varianten mit einer Bewertung der möglichen Einsatzgebiete haben wir in folgender Matrix bzw. Info-Blätter zusammengefasst:
12.01.2026, St. Andrä-Wördern, Dorfplatz
27.11.2025, St. Andrä-Wördern
Kinder gestalten Zukunft: Die Kinder-Klima-Konferenz zeigte eindrucksvoll, wie engagiert, kreativ und praxisnah Kinder an Zukunftsthemen herangehen
In anderen Klima- und Energiemodellregionen sowie in sehr aktiven Gemeinden/Städten/Regionen wurden bereits zahlreiche interessante Projekte durchgeführt. Wir müssen in unserer Region das Rad nicht neu erfinden. Daher sind einige Exkursionen zu diesen Projekten geplant, um einen unmittelbaren Erfahrungsaustausch zu gewährleisten.
Es ist uns ein großes Anliegen, viele Experten und Ideengeber in unserer Region zu involvieren und das vorhandene Know-How optimal zu nutzen. Daher werden regelmäßige Energie- und Klima-Stammtische in den einzelnen Gemeinden veranstaltet.
Neue Technologien stoßen oft bei den Nutzern vorerst auf Skepsis. Meist hilft es dann sehr, wenn man diese Technologien ansehen, begreifen und testen kann. Aus diesem Grund sind Testangebote, Produktpräsentationen und ähnliches geplant.
Alle geplanten Projekte sollen auch im engen Kontakt mit der Bevölkerung entwickelt bzw. durchgeführt werden. Eine offene Informationspolitik ist dafür von großer Bedeutung. Diverse Veranstaltungen sollen für diese regelmäßige Information der Bürger über die Inhalte und Ziele der geplanten Projekte sorgen.
Es ist geplant verschiedene öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen (z.B. Tag der Sonne, Energietag, Mobilitätsaktionen etc.) evt. auch unter Einbindung von Schulen und Kindergärten durchzuführen.
Weiters soll auch ein Konzept für die Entwicklung von Dienstleistungsangeboten in der KEM (z.B. Energieberatungen) erstellt werden.

